
Die Feiern der Christopher Street Day-Veranstaltungen erinnern an den 27. Juni 1969 in New York. An diesem Tag setzten sich erstmals Transvestiten, Schwule und Lesben in der dortigen Christopher Street gemeinsam gegen staatliche Willkür und gewaltsame Übergriffe der Polizei zur Wehr. Schmelztiegel war die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street. Daher auch der deutsche Name Christopher Street Day.
Seit jenen Juni-Tagen gehen zum Gedenken an dieses Ereignis alljährlich überall in der Welt im Sommer Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender mit einer friedlichen, farbenfrohen und stolzen Demonstration für Akzeptanz, Toleranz und rechtliche sowie gesellschaftliche Gleichstellung auf die Straßen. Auch in Deutschland feiern jedes Jahr hunderttausende Menschen in unterschiedlicher Form und in verschiedenen Städten den Christopher Street Day, kurz CSD genannt.
Mehr Infos zur Geschichte im ausführlichen Hintergrundartikel 40 Jahre Stonewall (PDF, 1,2 Mbyte, CSD Magazin, 2009).
Die Geschichte des CSD reicht in Stuttgart bereits bis ins Jahr 1979 zurück. Damals zogen unter dem Namen "Homobefreiungstag" knapp 400 Teilnehmer/innen für mehr Rechte von Schwulen und Lesben durch die Landeshauptstadt. Es folgten unregelmäßige Veranstaltungen, unter anderem 1985 sowie 1994. Im Jahr 2000 startete der erste CSD in der Landeshauptstadt – noch gar nicht als regelmäßige Veranstaltung konzipiert. Der Erfolg war so überwältigend, dass der Ruf nach einem jährlichen Event – wie in Berlin oder Köln bereits üblich gewesen – laut wurde.
Im Januar 2001 legte man mit der Vereinsgründung der IG CSD Stuttgart e.V. den Grundstein für eine rasante Entwicklung. 2009 wurde nicht nur dem 40. Jahrestag der "Stonewall Inn"-Revolten gedacht, gleichzeitig zog die zehnte regelmäßige CSD Polit-Parade durch Stuttgart. Im Januar 2011 wurde der zehnte Geburtstag der Vereinsgründung der IG CSD Stuttgart e.V. gefeiert.

Heute ist der Christopher Street Day in Stuttgart nach dem Karnevalsumzug, gemessen an den offiziellen Besucherzahlen der Polizei, die zweitgrößte Ein-Tages-Veranstaltung der Stadt. Der CSD Stuttgart ist nach Köln und Berlin die drittgrößte Veranstaltung dieser Art in der Republik und die größte in ganz Süddeutschland. Hier ein kleiner Überblick der wichtigsten und/oder geografisch nächsten Veranstaltungen:
Für die ganzjährigen Planungen und die Organisation dieses bunten Festivals sucht der CSD Verein immer helfende Hände – entweder für die Feinarbeit im Hintergrund oder zum aktiven Anpacken bei Veranstaltungen sowie Aktionen. Denn gerade einmal knapp zwanzig ehrenamtliche Mitarbeiter/innen zählt das ehrenamtliche CSD Orgateam. Aber auch Werbepartner sind immer gern gesehen. Unterstützung kann man zusätzlich durch eine finanzielle Spende oder eine Mitgliedschaft in der IG CSD Stuttgart e.V. leisten.
Fragen rund um die Geschichte der homosexuellen Bewegung, das schwul-lesbische Leben in Stuttgart sowie zum Festival des CSD Stuttgart beantworten wir jederzeit gerne unter orga@csd-stuttgart.de.

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