
| FORDERUNGEN |
|
Der zwölfte regelmäßige Christopher Street Day in Stuttgart beschäftigte sich nach wie vor mit der unerfüllten Forderung nach gleichen Rechten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender – in allen Bereichen. Mit dem Motto "GENERATION ZUKUNFT – Alle Menschen sind gleich?!" sollte die Aufklärungsarbeit, der Diskriminierungsabbau und die weitere Gleichberechtigung als großes Ganzes verstanden werden. Dieses große Ganze ist nicht nur vom Wirken der Politik als rahmengebender Instanz abhängig, vielmehr ist es eine permanente Aufgabe von uns allen.
Es gilt, eine Gesellschaft zu forcieren, in der Menschen gleichberechtigt leben und die Übernahme von Verantwortung füreinander sowie für Kinder gefördert wird – unabhängig vom Lebensentwurf und der sexuellen Orientierung. +++ Baden-Württemberg muss für Lesben, Schwule und Transgender auf Bundesebene Partei ergreifen. +++ Schluss mit der steuerlichen Benachteiligung von eingetragenen Lebenspartnerschaften. +++ Familie ist dort, wo Liebe und Geborgenheit gelebt werden – also auch bei Lesben, Schwulen und Transgender. Ein gemeinsames Adoptionsrecht darf homosexuellen Mitbürger/innen nicht verwehrt werden. +++ "Schwule Sau" ist das am meisten benutzte Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen. Jugendliche müssen für Diskriminierung und das Leid, welches diese auslöst sensibilisiert werden. +++ Nur eine aufgeklärte Jugend führt zu einer offenen Gesellschaft. Homosexualität muss in den Lehrplänen – über den Biologieunterricht hinaus – verankert werden. Lehrkräfte müssen entsprechend geschult werden. Unterrichtsmaterial muss angepasst werden. +++ Die Aufarbeitung der homosexuellen Geschichte in Deutschland muss voran kommen. Baden-Württemberg braucht einen Lern- und Gedenkort, der alle Opfergruppen der NS Zeit repräsentiert. +++ Eine Gesellschaft, die auf gegenseitiger Akzeptanz aufbaut. +++ Diskriminierungen am Arbeitsplatz dürfen nicht geduldet werden. Arbeitgeber – aber auch jede/r Einzelne – muss gegen Mobbing und Ausgrenzung vorgehen. +++ Homosexualität im Sport darf nicht ins Abseits führen. +++ Keine Ausnahmen beim Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz! Dies muss auch für Amtskirchen und karitative Einrichtungen gelten. Kündigungen aufgrund der sexuellen Orientierung haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. +++ +++ +++ Den Forderungen wurde am Samstag, 30. Juli 2011 im Rahmen der CSD Polit-Parade mit anschließender Abschlusskundgebung lautstark Ausdruck verliehen. Laut Polizeischätzungen waren etwa 200.000 Besucher/innen am Straßenrand Zeuge dieser Demonstration für ein Mehr an Gleichberechtigung. Aber auch unsere Schirmherrschaft, das Motto, die Grußworte sowie die vielfältigen Veranstaltungen der Programm- und Kulturwoche untermauerten die politische Arbeit rund um den CSD.
|
E-MAIL NEWSLETTER
Anzeige

Design & Code by freestyle IT.





