CSD Stuttgart 2011 - GENERATION ZUKUNFT
Engagieren

 

Ohne Engagement keine Bewegung. An dieser einfachen Maxime ist die homosexuelle Bewegung seit jeher ausgerichtet. Daran ist sie gewachsen. Das hat sie stark gemacht.

Herausragende Persönlichkeiten
wie beispielsweise der amerikanische Bürgerrechtler Harvey Milk, der in San Francisco im Jahr 1977 als erster offen schwul lebende Kandidat zum Stadtrat gewählt wurde, haben sich schon früh für die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen eingesetzt. Berühmt wurde seine Begrüßung zu verschiedensten Gelegenheiten: "Mein Name ist Harvey Milk und ich will Euch rekrutieren...".

Auch heute, mehr als 40 Jahre nach den "Stonewall Inn"-Revolten ist Engagement weiterhin nötig. Die Rekrutierung von Freiwilligen darf nicht aufhören. Denn die rechtliche Gleichstellung homosexueller Menschen weißt immer noch gravierende Lücken auf. In zahlreichen Lebensbereichen ist allein Toleranz, also ein "erdulden", noch immer mehr Wunschdenken denn Realität. Von gelebter Akzeptanz gar nicht erst zu sprechen. Ein Blick auf unsere Plakataktion zum Motto GENERATION ZUKUNFT oder die politischen Forderungen unterstreichen dies.

Daher ist es nach wie vor wichtig sich zu Engagieren. Gerade auch im Umfeld des wichtigsten schwul-lesbischen Feiertags, des Christopher Street Day (CSD). Aber selbstverständlich zeigt das Festival auch die Vielfalt des schwul-lesbischen Lebens auf. Stuttgart bietet mit zahlreichen Vereinen, Gruppen und Organisationen ein reichhaltiges Angebot, welches für Politik, Selbsthilfe, Freizeit und Kultur fast unerschöpfliche Möglichkeiten des Engagements bietet. Dieser Vielfalt bietet der CSD eine einzigartige Plattform.

Sicherlich hat sich das Bild der homosexuellen Bewegung und auch der CSD Veranstaltungen mächtig gewandelt. Heute ist auch das Zelebrieren ein bedeutender Teil des Ganzen. Statt reinem Demomarsch haben sich regelrechte Festivals entwickelt. Trotzdem ist politische Botschaft weiterhin eine der größten Triebfedern für die Ausrichtung und Gestaltung eines CSDs.

 

 

Ein Engagement rund um den CSD Stuttgart kann vielfältig ausfallen. Für jede und jeden finden sich mit Sicherheit passende Ansätze sich im Rahmen der eigenen zeitlichen, finanziellen und ideologischen Möglichkeiten zu beteiligen. Ein paar Beispiele:

Natürlich ist auch ein offener Dialog eine gute und willkommene Form des Engagierens. Sprecht mit uns – über den CSD, über die Forderungen, über den Veranstaltungscharakter, über die Zukunft, über Gott, über die Welt. Orgateam und Vorstand sind froh über konstruktives Feedback und ein offenes Wort. Nur gemeinsam können wir die Gleichberechtigung und den CSD Stuttgart voran bringen.

Wir freuen uns, wenn auch weiterhin eine große Mehrheit der schwul-lesbischen Gemeinschaft von ihrem Recht auf Engagement Gebrauch machen. Auf geht’s...

 

Stadtmagazin PRINZ

 

 

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