Was ist CSD?

New Yorker Stonewall Inn im Oktober 1969Die „Christopher Street Day“-Bewegung erinnert an den 27. Juni 1969. An diesem Tag setzten sich Schwule, Lesben, transsexuelle Menschen und Transgender-Personen in New York erstmals gemeinsam gegen staatliche Willkür und gewaltsame Übergriffe der Polizei zur Wehr. Schmelztiegel war die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street. Daher auch der deutsche Name Christopher Street Day (CSD).

Seit jenen Juni-Tagen gehen zum Gedenken an dieses Ereignis alljährlich überall in der Welt im Sommer Menschen mit einer friedlichen, farbenfrohen sowie stolzen Demonstration auf die Straßen. Ihre gemeinsamen Ziele: Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit schaffen, Toleranz, Akzeptanz sowie eine vollständige rechtliche und gesellschaftliche Gleichberechtigung einfordern.

Durch eine deutsche Stadt zog ein CSD zum ersten Mal 1972. Allerdings keineswegs in Köln oder Berlin. Nein, im beschaulichen Münster startete hierzulande der lange Weg zur lesbisch-schwulen Emanzipation. Heute feiern in Deutschland jährlich hunderttausende Menschen in weit mehr als 50 Städten den Christopher Street Day.

1979: erster CSD in StuttgartDie Geschichte des CSD reicht in Stuttgart bis ins Jahr 1979 zurück.

Damals zogen unter dem Namen "Homobefreiungstag" knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für gleiche Rechte durch die Landeshauptstadt. Sie gaben auf dem Schlossplatz einer bisher zumeist schweigenden Minderheit ein erstes öffentliches Gesicht.

Von den ersten CSD Anfängen in Stuttgart zeugen sogar Filmaufnahmen, auf die wir dank der Aktion "60 x Deutschland" zum Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik Deutschland gestoßen sind.

Es folgten unregelmäßige CSD Demos, unter anderem 1985, 1994 sowie 2000. Im Millenium-Jahr war das Interesse am CSD schließlich so überwältigend, dass der Ruf nach einem jährlichen Event – wie in anderen Städten längst üblich – laut wurde. Im Januar 2001 legte man mit der Vereinsgründung der IG CSD Stuttgart e.V. den Grundstein für das heutige Kulturfestival.

Mehr Infos zur "Stonewall Inn"-Geschichte im ausführlichen Hintergrundartikel 40 Jahre Stonewall (PDF, Quelle: CSD Magazin).

CSD Südwest 2013Am Samstag, den 27. Juli 2013 zieht die mittlerweile 17. CSD Polit-Parade durch Stuttgart. Erneut werden über 200.000 Besucherinnen und Besuchern am Straßenrand erwartet, was den CSD zu einer der größten, eintägigen Veranstaltung in der Schwabenmetropole macht. Der CSD Stuttgart ist nach Köln und Berlin die drittgrößte Veranstaltung dieser Art in der Republik und die größte in ganz Süddeutschland.

Die geografisch nächsten CSD Veranstaltungen werden auf csd-suedwest.de vorgestellt. Weitere Informationen und Hintergründe zu den CSDs in Deutschland zeigt das gemeinsame CSD Magazin 2013 auf.

Welche Rolle spielen die politischen Forderungen bei den CSDs in der heutigen Zeit noch? Das wird auch in der schwul-lesbischen Community immer wieder heiß diskutiert. So zum Beispiel auf dem Portal ThinkOutSideYourBox.net: Back to the roots: Werden die CSD Paraden wieder politischer?

In jedem Fall blicken wir auf eine ganze Reihe von Meilensteinen und Erfolgen zurück (Übersicht: 1969 bis 2013).

Für die ganzjährigen Planungen und die Organisation dieses bunten Festivals sucht der CSD Verein immer helfende Hände – entweder für die Feinarbeit im Hintergrund oder zum aktiven Anpacken bei Veranstaltungen sowie Aktionen. Denn gerade einmal zwölf ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt das ehrenamtliche CSD Orgateam. Aber auch Werbepartner sind immer gern gesehen. Unterstützung kann man zusätzlich durch eine finanzielle Spende oder eine Mitgliedschaft in der IG CSD Stuttgart e.V. leisten.

Fragen rund um die Geschichte der homosexuellen Bewegung, das schwul-lesbische Leben in Stuttgart sowie zum Festival des CSD Stuttgart beantworten wir jederzeit gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

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