Kiss-In am 08.09. - Küsse gegen Homophobie im Osten Europas

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Weltweites Kiss-In gegen Homophobie am 08.09.Weltweites Kiss-In am 08. September 2013: auch auf der Stuttgarter Königstraße wurde als Zeichen der Solidarität informiert und geküsst

Russland hat mit dem im Juni dieses Jahres landesweit verabschiedeten Gesetz gegen "Homo-Propaganda" den Startschuss für eine neue Welle der Ausgrenzung von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, Transgender-Personen, Intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ) gegeben.

Die gerade im größten Flächenland des europäischen Kontinents zu Ende gegangene Leichtathletik-Weltmeisterschaft wurde zum symbolischen Schmelztiegel rund um die Stigmatisierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Vielfalt von Geschlecht. Das viel beachtete Sportereignis zeigte erstmals öffentlich die böse Fratze der Verbannung homosexueller Symbole, wie der Regenbogenflagge und deren bunte Farbenpracht. Mit großem Bangen blickt nicht nur die LSBTTIQ-Gemeinschaft nun in Richtung der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi im Frühjahr 2014.

Russland ist aber nur die Speerspitze einer neuen Welle der Homophobie und das prominenteste Beispiel für einen regelrechten Flächenbrand der Ausgrenzung von Lesben und Schwulen in Osteuropa. In Moldawien wurde erst im Juli ein ähnliches "Anti-Homo-Propaganda"-Gesetz verabschiedet. Weitere Staaten bereiten solche Gesetze vor – beispielsweise Kasachstan.

Am Sonntag, den 08. September 2013 wurde für 15 Uhr zum weltweiten Kiss-In aufgerufen, um ein weithin sichtbares Signal gegen Homophobie sowie für die Solidarität mit den verfolgten Brüdern und Schwestern in Russland zu setzen. Der Titel der Aktion lautete To Russia with Love. In mehr als 45 Städten über den ganzen Globus verteilt, wurden am 08.09. solche Küss-Zusammenkünfte organisiert.

Auch in Stuttgart wurde am 08.09. eine Veranstaltung im Rahmen dieser Bewegung organisiert. Von 11 bis 18 Uhr wurde auf der Königstraße (Höhe Gebäude 14/15) an einem Informationsstand über die Lage von LSBTTIQ-Menschen in Osteuropa aufgeklärt.

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Der Fokus sollte dabei nicht nur auf Russland gerichtet werden, sondern auch die besorgniserregende Situation in anderen osteuropäischen Ländern aufgreifen. Beispielsweise hatten Interessierte die Möglichkeit, eine Petition gegen das gerade erst verabschiedete Gesetz "gegen Homo-Propaganda" in Moldawien zu unterzeichnen.

Um 15 Uhr waren dann auch die Stuttgarterinnen und Stuttgarter aufgerufen, die Lippen gegen Homophobie und für Solidarität zu spitzen. Verbunden war damit die Hoffnung, dass möglichst viele Menschen dem Ruf folgen und rund um den Infostand auf der Königstraße unzählige küssende Pärchen für größtmögliche Aufmerksamkeit sorgen. Und tatsächlich wurde für den guten Zweck geküsst, was das Zeug hielt! Danke an alle, die sich beteiligt haben.

 Kiss-In in Stuttgart

LSBTTIQ  fasst als Abkürzung die verschiedenen Minderheiten der sexuellen Orientierung und der Vielfalt von Geschlecht zusammen: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queer.

Homophobie  (von griech. ὁμός homós: gleich; φόβος phóbos: Angst, Phobie) bezeichnet hauptsächlich eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion beziehungsweise Feindseligkeit oder „die irrationale, weil sachlich durch nichts zu begründende Angst vor homosexuellen Menschen und ihren Lebensweisen“.
Quelle: Wikipedia

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