Internationaler Tag gegen Homophobie (IDAHO)

Internationaler Tag gegen Homophobie am 17. Mai 2015Seit 2005 wird der Internationale Tag gegen Homophobie (International Day Against Homopobia, IDAHO) jährlich am 17. Mai begangen. Ziel der weltweit durchgeführten Aktion ist es, Respekt gegenüber Lesben und Schwulen einzufordern und auf vorhandene Ausgrenzung aufmerksam zu machen.

Das Datum wurde als Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt. An diesem Tag strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel. Zugleich ergeben sich zufällige Parallelen zwischen dem Datum 17.5. und dem ehemaligen Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, welcher Homosexualität in der Bundesrepublik Deutschland noch bis 1969 unter Strafe stellte.

Homophobie ist eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion beziehungsweise Feindseligkeit oder die irrationale, weil sachlich durch nichts zu begründende Angst vor homosexuellen Menschen und ihren Lebensweisen. Diese Angstist ist trotz zahlreicher rechtlicher Fortschritte im Alltag noch immer allgegenwärtig. Die vollständige rechtliche Gleichstellung wird nach wie vor verwehrt.

Hitzige Diskussionen um die Sichtbarkeit von Vielfalt in Bildungsplänen und erbitterte Widerstände gegen konkrete Maßnahmen zum Abbau von Diskriminierungen gegenüber Lesben und Schwulen zeigen, wie notwendig eine fundierte, realitätsnahe Aufklärung nach wie vor ist. Mit gezielten Desinformationen, überholten Klischees, falschen Zusammenhängen und populistischer Stimmungsmache sowie einer Verkürzung von gleichgeschlechtlichen Lebensweisen auf reine Sexualität wird wieder stärker versucht, Homophobie salonfähig zu machen.

Auf der Königstraße am 17.05.: Infostand und Luftballon-Aktion

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie am Sonntag, den 17. Mai 2015 zeigten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt örtliche LSBTTIQ-Organisationen Flagge für eine Gesellschaft, die auf Vielfalt sowie Akzeptanz beruht. Von 11 bis 19 Uhr wurde an einem Informationsstand am Ende der Königstraße am U-Bahn-Halt "Stadtmitte/Rotebühlplatz/Das Gerber" zum Dialog eingeladen. Passantinnen und Passanten wurden mit einem Flugblatt zu den Hintergründen des Tages und zum Thema Homophobie aufgeklärt.

Um 17:05 Uhr ließen etwa 350 Menschen ebensoviele bunte Luftballons als auffälliges Zeichen der Erinnerung in den Himmel steigen. Frei nach dem Motto: Wir lassen gemeinsam Homophobie fliegen und Akzeptanz steigen!

Galerie 1 (Sven Tröndle) | Galerie 2 (Achim Zepter)

Veranstaltende

 

 

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