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Ausstellung: Slava Mogutin, Lost Boys

CSD Stuttgart - CSD Stuttgart
Kategorie
Kultur & Lesung
Datum
19.09.2018 00:00
Veranstaltungsort
Galerie Kernweine - Cottastraße 4
70178 Stuttgart, Deutschland

Die Galerie Kernweine „Foto und Raum“ zeigt in der Ausstellung „Lost Boys“ Arbeiten des russisch-amerikanischen Multimedia Künstler Slava Mogutin. „Lost Boys" zeigt das Portrait einer „stark-zerbrechlichen“ Jugend, die Mogutin über mehrere Jahre in Russland aufgenommen hat.

Geboren in der Industriestadt Kemerowo im Herzen Sibiriens, wurde Mogutin wegen seiner ausgesprochenen queeren Schriften und seines Aktivismus aus Russland verbannt. Er war der erste Russe, der auf Grund von homophober Verfolgung in den USA politisches Asyl erhielt. Jahre nach seinem Exil wurde Mogutin mit dem Andrej-Bely-Preis ausgezeichnet, einem der renommiertesten Literaturpreise in Russland. Er kehrte zurück, um den Preis entgegen zu nehmen und dokumentierte Russlands Transformation in einer Reihe von Porträts, die er in Moskau, St. Petersburg und auf der Krim aufgenommen hatte.

In Lost Boys fängt Mogutin jugendliche Subkulturen ein, die durch den rapiden wirtschaftlichen und politischen Wandel geprägt waren, junge Männer aus verschiedenen Lebensbereichen - von Soldaten und Militärkadetten bis hin zu Punks, Skinheads, Ravern, Obdachlosen und Straßenhändlern. Er untersucht Russlands postkommunistische Vergangenheit und seine neokapitalistische Zukunft, ohne sie zu verschönern oder zu verurteilen. In dem Land, in dem Uniformen traditionell Macht, Unterdrückung und Konformität symbolisieren, feiert Mogutin Vielfalt und Nonkonformismus in der Hoffnung auf eine bessere, gerechtere und offene Gesellschaft.

"Diese Fotos sind sowohl persönliche Zeitkapseln als auch Kommentare zu Vertreibung und Identität, Anhaftung und Unzufriedenheit, Obsession mit der Jugend und - vielleicht am wichtigsten - das ultimative Streben nach eindeutiger Liebe und universeller Akzeptanz, vom Osten in den Westen und zurück in den Osten. " Slava Mogutin

Lost Boys wurde ursprünglich in Mogutins erster New Yorker Solo-Show vorgestellt und später seine erste von Kritikern gefeierte Künstler-Monographie und Wanderausstellung mit mehreren Vorstellungen in Krakau, Prag, Luxemburg, Madrid, Buenos Aires, Thessaloniki und zuletzt Budapest als Teil der Golden Boundaries: Jugendkultur in der zeitgenössischen Fotografie. Für die Ausstellung in der Galerie Kernweine wird eine limitierte Edition an Prints kreiert, welche im gk-Laden erhältlich sind.

Mogutins Fotografie wird begleitet von einer Videoinstallation von Kurzfilmen, die in Zusammenarbeit mit Brian Kenny, Gio Black Peter, Bruce LaBruce, Edmund White, François Sagat und Susanne Oberbeck von No Bra entstanden sind.

Die Ausstellung ist täglich  (außer montags) bis 23.September zu besichtigen.

Eintritt: frei.

 
 

Alle Daten

  • Von 03.07.2018 00:00 bis 23.09.2018 00:00
    Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag & Sonntag


Kontakt

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