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  • Christopher Street Day (CSD) Stuttgart

Schirmherrschaft der Vielen

Im Jahr 2019 stehen für die Regenbogen-Community bedeutsame Jubiläen an: Genau 50 Jahre sind seit den "Stonewall Inn"-Revolten vergangen (28.6.1969) und ebenfalls genau vor 40 Jahren ist in Folge der New Yorker Aufstände in Stuttgart der "Homobefreiungstag" als erste "CSD"-ähnliche Demonstration ausgerufen worden (30.6.1979). In diesem historischen Kontext eine Schirmherrschaft nach dem üblichen parteipolitischen Muster zu vergeben, erschien nicht passend. Ein starkes Symbol für die Vielfalt und für die Gleichberechtigung von unter anderem lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ) war gefragt.

Als ehrenamtliches Organisationsteam haben wir nach einem guten und würdigen Ansatz gesucht. Dieses besondere Jahr für die LSBTTIQ-Community hat eine besondere Schirmherrschaft verdient. Auf kam eine ungewöhnliche, aber auf Anhieb als charmant empfundenen Idee: Statt einer einzelnen Person dieses wichtige Ehrenamt zu übertragen, soll es im Jubiläumsjahr vielmehr eine "Schirmherrschaft der Vielen" geben. Wichtig war möglichst ein lokaler Bezug zum CSD Stuttgart und dem diesjährigen Motto Mut zur Freiheit.

Besonderes Jahr, besondere Schirmherrschaft

Und genau diesen "Mut zur Freiheit" bewiesen in der Landeshauptstadt Stuttgart in den vergangenen Jahren eine Vielzahl unterschiedlichster Kultureinrichtungen. Sie alle setzten auf ihre Weise und in ihrem Umfeld deutliche Zeichen für ein gleichberechtigtes, freiheitliches und gemeinschaftliches Zusammenleben, wie die folgenden Beispiele eindrucksvoll belegen:

Viktor Schoner (Intendant Staatsoper Stuttgart), Burkhard C. Kosminski (Intendant Schauspiel Stuttgart), Marc-Oliver Hendriks (Geschäftsführender Intendant) und Tamas Detrich (Intendant Stuttgarter Ballett)

Die Württembergischen Staatstheater Stuttgart mit Kirill Serebrennikows „Hänsel & Gretel“ in der Staatsoper Stuttgart sowie dem "Vielfalt"-Banner an der Opern-Fassade anlässlich der sogenannten "Demo für Alle" ebenso wie mit Peaches in "Die Sieben Todsünden/Seven Heavenly Sins" als Koproduktion von Staatsoper Stuttgart, Stuttgarter Ballett und Schauspiel Stuttgart.

www.staatstheater-stuttgart.de

Mehr erfahren: Grußwort des Staatstheater Stuttgart zum CSD 2019

Dr. Ulrike Groos (Direktorin • Kunstmuseum Stuttgart)

Das Kunstmuseum Stuttgart mit der aufsehenerregenden „Patrick Angus“-Ausstellung, dem malerischen Chronisten der schwulen New Yorker Sub-Kultur der 1980er-Jahre.

www.kunstmuseum-stuttgart.de

Mehr erfahren: Grußwort des Kunstmuseum Stuttgart zum CSD 2019

Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger (Direktorin • Haus der Geschichte Baden-Württemberg)

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg durch die gemeinschaftlich mit der Community vorangetriebene Sichtbarmachung der homosexuellen Verfolgung vor und nach 1945 im Geschichtsort Hotel Silber.

www.hdgbw.de

Mehr erfahren: Grußwort des Haus der Geschichte Baden-Württemberg zum CSD 2019

Prof. Dr. Roland Müller (Leiter • Stadtarchiv Stuttgart)

Das Stadtarchiv Stuttgart mit der Ausstellung „Kessel unter Druck“, in welcher unter anderem der Beginn der queeren Protest- und Emanzipationsbewegung in Stuttgart gezeigt wurde.

www.stuttgart.de/stadtarchiv

Mehr erfahren: Grußwort des Stadtarchiv Stuttgart zum CSD 2019

Dr. Torben Giese (Direktor • StadtPalais - Museum für Stuttgart)

Das StadtPalais – Museum für Stuttgart – mit dem eigenem „Stadtgespräch“ zur Emanzipationsbewegung von LSBTTIQ, begonnen beim Vorkämpfer Karl-Heinrich Ulrichs über das Plakat der ersten CSD-ähnlichen Demo 1979, dem Türgriff des legendären Café „Jenseitz“ bis zu Bildern von heutigen CSD-Polit-Paraden.

www.stadtpalais-stuttgart.de

Mehr erfahren: Grußwort des Stadtarchiv Stuttgart zum CSD 2019

Iris Dressler und Hans D. Christ (Direktoren • Württembergischer Kunstverein Stuttgart)

Der Württembergische Kunstverein Stuttgart mit der aktuellen Ausstellung „Requiem für die Norm“ mit Werken der mit Füßen und Mund malenden Lorenza Böttner als unverzichtbarer Beitrag zur Kritik an der Normalisierung des Körpers und des sozialen Geschlechts.

www.wkv-stuttgart.de

Die Aufzählung ist selbstverständlich keineswegs vollständig, ist die Kulturszene unserer Stadt doch breit gefächert und die Aktionen vielfältig. Aber schon dieser Ausschnitt des beachtlichen Engagements ist beeindruckend und verdient Anerkennung.

Wertvoller Einsatz für Vielfalt

Alle diese Stuttgarter Institutionen legten in ihrer Arbeit einen besonders wertschätzenden Umgang mit den Themen und Geschichten der Menschen der Regenbogen-Community an den Tag. Dies prädestiniert sie auf ideale Weise dazu, das CSD-Ehrenamt auszufüllen; gerade in Verbindung mit den anstehenden Jahrestagen und mit Blick auf das CSD-Motto 2019. Als Würdigung für den Mut zur öffentlichen Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Vielfalt sowie dem wertvollen Einsatz für gegenseitigen Respekt und den Freiheitsgedanken übernimmt 2019 daher nicht eine Person allein das Amt der Schirmfrau oder des Schirmherrn des Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart – ausgerufen wird stattdessen eine gemeinschaftliche "Schirmherrschaft der Vielen".

Zu unserer allergrößten Freude haben Vertretende der Württembergischen Staatstheater Stuttgart, des Kunstmuseum Stuttgart, aus dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg, dem Stadtarchiv Stuttgart, dem StadtPalais – Museum für Stuttgart und dem Württembergischen Kunstverein ohne Zögern ihre Bereitschaft signalisiert und mit Freude zugesagt.

Diese "Vielen" werden in verschiedenen Konstellationen bei den Veranstaltungen zum CSD Stuttgart 2019 persönliche Grußworte sprechen, voraussichtlich beim Jubiläumsempfang (6.7.), dem Empfang im Rathaus (12.7.), der Gala (19.7.) sowie den Festivalhöhepunkten mit Polit-Parade samt Kundgebung (27.7.) und Hocketse (27./28.7.).

Wann welche Vertretung der "Schirmherrschaft der Vielen" bei welcher CSD-Veranstaltung sprechen wird, wird jeweils kurzfristig im Vorfeld bekanntgegeben.

Über das Amt

Die Schirmherrschaft oder Patenschaft zum Christopher Street Day (CSD)-Kulturfestival in Stuttgart wird jährlich im Rotationsprinzip an eine andere politische Partei vergeben. Ausnahmen bilden Jahre, in welchen im direkten zeitlichen Umfeld eine Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahl ansteht - oder, wie im Jahr 2019, wenn mit dem 50. Jahrestag der Stonewall Inn-Revolten und 40 Jahre „CSD“ in Stuttgart für die Regenbogen-Community wichtige Ereignisse anstehen. Dann werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens oder aus der LSBTTIQ-Gemeinschaft selbst um Übernahme des Amts gebeten.

Ziel ist ein offener Diskurs rund um die Akzeptanz und die Gleichstellung von u.a. lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen. Verschiedene Formen der Präsenz sowie der direkte Kontakt bei CSD-Veranstaltungen und Aktionen, soll Aufmerksamkeit schaffen und Brücken innerhalb der Gesellschaft bauen. Die Schirmfrau oder der Schirmherr soll Öffentlichkeit schaffen und als Mittlerin beziehungsweise Mittler fungieren. Im Fokus steht der gemeinsame Austausch über ein gleichberechtigtes Zusammenleben und die selbstverständliche Sichtbarkeit von Vielfalt.

Bisherige Schrimfrauen und Schirmherren

Bereits in der Vergangenheit übernahmen honorige Personen aus Politik, Wirtschaft sowie Sport die Schirmherrschaft zum CSD Stuttgart:

  • Heiner Geißler (CDU, 2000)
  • Ute Kumpf, damalige parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion (SPD, 2001)
  • Rezzo Schlauch (Bündnis 90/Die Grünen, 2002)
  • Corinna Werwigk-Hertneck, damalige baden-württembergische Justizministerin (FDP, 2003)
  • Hans H. Pfeifer, damaliger City Manager der CIS Stuttgart e.V. (2004)
  • Andreas Renner, damaliger baden-württembergischer Sozialminister (CDU, 2005)
  • Herta Däubler-Gmelin, Bundesjustizministerin a.D. (SPD, 2006)
  • Cem Özdemir, damaliger Europaabgeordneter (Grünen/Freie Europäische Allianz, 2007)
  • Gabriele Zimmer, damalige Europaabgeordnete (DIE.LINKE im Europäischen Parlament, 2008)
  • Erwin Staudt, damaliger Präsident des VfB Stuttgart e.V. (2009)
  • Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, damalige Bundesjustizministerin (FDP, 2010)
  • Wolfgang Schuster, damaliger Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart (CDU, 2011)
  • Harald Christ, schwuler Unternehmer aus Berlin (2012)
  • Nils Schmid, damaliger Minister für Wirtschaft und Finanzen in Baden-Württemberg (SPD, 2014)
  • Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart (Bündnis 90/Die Grünen, 2015)
  • Gregor Gysi, Mitglied des Deutschen Bundestages (DIE LINKE, 2016)
  • Gabriele Arnold, Stuttgarter Prälatin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (2017)
  • Judith Skudelny, Stuttgarter Bundestagsabgeordnete der Freien Demokraten (2018)

TERMINKALENDER

Mo Di Mi Do Fr Sa So

Wichtige Termine

06. Juli - CSD-Jubiläumsempfang

12. Juli - CSD-Rathausempfang

19. Juli - CSD-Eröffnungsgala

27. Juli - CSD-Polit-Parade

27. Juli - CSD-Kundgebung

27. / 28. Juli - CSD-Hocketse

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CSD-Polit-Parade 2019 (offizielle Version)

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CSD Stuttgart 2019: CSD-Hocketse mit “Kate Ryan”

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Empfang im Rathaus: Schirmherrschaft der Vielen

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CSD Stuttgart 2019: “Termine im Überblick”

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